Die Kirche ist dem hl. Karl Borromäus geweiht

Karlskirche Volders - hl. Karl Borromäus im KuppelfreskoIch habe dir schon erzählt, dass zur Zeit des Kirchenbaus (1620-1654) in weiten Teilen Europas die Pest herrschte, so auch in Tirol. Du musst wissen, dass damals die Medizin wenig gegen diese Seuche tun konnte. Die Menschen verehrten eigene Pestheilige, die bei Gott um Rettung bitten sollten. Diesen Heiligen wurden Kerzen, Bilder und anderes geweiht, ja sogar Kirchen wurden ihnen zu Ehren gebaut. So entstand unsere Karlskirche als Pestkirche. Auch in Wien gibt es eine Karlskirche.

Nun wollen wir einen dieser Pestheiligen genauer kennen lernen. Es handelt sich um den hl. Karl Borromäus, Erzbischof und Kardinal in Mailand in Italien. Er kümmerte sich sehr um Pestkranke und wurde Karlskirche Volders - hl. Karl Borromäus mit dem jungen Hippolyt Guarinonier bald nach seinem Tod heilig gesprochen. Dargestellt wird der Heilige in rot-weiß-roter Kardinalstracht.

Du kannst eine Abbildung des hl. Karl Borromäus mit dem jungen Hippolyt Guarinoni an der Decke der Vorhalle sehen. Angeblich soll der Kardinal für einige Zeit der Erzieher von Guarinoni gewesen sein.

Eine besonders schöne Darstellung von ihm siehst du im im großen Deckenfresko direkt über der Uhr.